Signet barrierefrei

Prädikat für ein verantwortungsvolles Miteinander

Welche Kosten könnten entstehen, kann man sich Barrierefreiheit leisten?

Barrierefreiheit lohnt sich immer. Die Nutzung eines barrierefreien Gebäudes ist flexibler, bietet mehr Sicherheit und letztendlich mehr Komfort. Der Marktwert erhöht sich im Gegensatz zu einem nicht barrierefrei erschlossenen Gebäude.

Selbstverständlich muss der Kostenrahmen immer im Verhältnis zur Nachhaltigkeit stehen. Oft sind nicht die teuersten Lösungen gleichzeitig die besten. Die Kostenspirale ist natürlich nach oben beliebig erweiterbar. Doch gerade in Bestandsbauten oder bei kleineren Budgets lohnt es sich, bei der Planung von Anpassungen oder Umbauten auch Alternativen zu berücksichtigen. Zum Beispiel kann anstatt eines Aufzuges eine Hubplattform oder ein Treppenpodestlift sinnvoller sein.

Die Kostenhöhe richtet sich auch nach der Größe eines Objektes. Das bedeutet, je größer das Gebäude / die Einrichtung, desto kleiner wird der Anteil für aufzuwendende barrierefreie Maßnahmen im Verhältnis zum Gesamtaufwand.

Die finanziellen Aufwendungen unterscheiden sich in den erforderlichen Maßnahmen zur barrierefreien Gestaltung (siehe Tabelle).

Anteilige Kosten für Erschließung, Sanitär, Türöffnungen sowie Wahrnehmungshilfen an den Zusatzkosten (ZK) und den gesamten Erstellungskosten (EK); Angaben als Mittelwert (MW)

 

 

 

Erschließung

Bad / WC

Öffnungen

Wahrnehmung

Total

 

 

ZK

EK

ZK

EK

ZK

EK

ZK

EK

ZK

EK

Öffentliche Bauten; MW

86%

2,50%

12%

0,28%

1%

0,01%

1%

0,03%

100%

2,82%

Wohngebäude; MW

72%

2,44%

21%

0,70%

6%

0,20%

1%

0,03%

100%

3,36%

Arbeitsstätten; MW

81%

0,56%

12%

0,08%

1%

0,01%

6%

0,04%

100%

0,69%

Mittelwert (Gesamt)

78%

2,20%

17%

0,50%

4%

0,12%

1%

0,03%

100%

2,84%

Studie Institut für Holzbautechnik, ETH 2004; Quelle: barrierefrei bauen für die zukunft; 2. Auflage 2011; Hrsg. Ulrike Rau; Verlag Bauwerk